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Was ist FSME?

Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns oder der Hirnhäute, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird. Es wird vor allem in den Monaten März bis November durch Zeckenstiche übertragen. Die FSME-Erreger befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecke und werden sofort beim Stich in die Wunde übertragen. Die sofortige Entfernung der Zecke schützt daher nicht vor FSME.

Wann ist die FSME-Impfung sinnvoll?

Das FSME-Virus ist in Deutschland in weiten Teilen Bayerns, Baden-Württembergs (auch im Bereich der schwäbischen Alb) und vereinzelt in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen verbreitet. Auch in vielen Ländern Europas kommt das FSME-Virus gehäuft vor. Als Faustregel gilt: Je weiter man nach Osten reist, desto höher ist das FSME-Risiko. Aber auch in der Schweiz, im Elsass und in Norditalien kommt das Virus vor.

Aufgrund des relativ hohen Erkrankungsrisikos in offiziell anerkannten Risikogebieten empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung als präventive Maßnahme für alle Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten.
Die Impfung wird am besten im Winter durchgeführt, dann ist der Impfschutz schon zu Beginn der Zeckenaktivität im Frühjahr vorhanden.

Was ist die FSME-Impfung?

Die Impfung gegen FSME ist ein Totimpfstoff. Er enthält FSME-Viren, welche die Krankheit nicht mehr auslösen können. Der Impfstoff wird gespritzt.

Die Impfung ist für Kinder ab dem 1. Lebensjahr möglich. Bei Kindern unter drei Jahren führt die Impfung häufiger zu Fieber als bei älteren Kindern. Die STIKO empfiehlt daher, bei ein- und zweijährigen Kindern die Notwendigkeit mit dem Arzt genau abzuklären.

Es gab früher eine passive Impfung gegen FSME (Immunglobuline), die die Erreger auch nach dem Stich abfangen konnte (postexponentielle Impfung). Sie wird nicht mehr produziert und vertrieben. Ein Grund dafür ist, dass sich herausstellte, dass mit dieser passiven Immunisierung die Rate an bleibenden Schäden bei Kindern unter sechs Jahren höher war als ohne. Dies hat aber keinen Einfluss auf die Impfempfehlung für die aktive Impfung.

Borreliose ist eine weitere Erkrankung, die von Zecken übertragen wird - und zwar nicht nur in speziellen Gebieten, sondern überall auf der Welt. Die Auslöser sind Bakterien. Derzeit gibt es noch keine Impfung gegen Borreliose, sie ist aber gut mit Antibiotika behandelbar.

Wie oft muss man impfen?

Die aktive FSME-Impfung besteht aus drei Injektionen. Die Ersten beiden werden im Abstand von ein bis drei Monaten verabreicht, die dritte Impfung folgt nach neun bis zwölf Monaten. Der Impfschutz beginnt etwa 14 Tage nach der zweiten Impfung und hält bei Personen unter 60 Jahren rund fünf Jahre an.

Bei Personen über 60 Jahren ist schon nach drei Jahren eine Auffrischung empfehlenswert. Wenn es schnell gehen muss, kann man auch zwei Impfungen im Abstand von einer Woche geben, die Dritte folgt dann zwei Wochen später. Der Impfschutz besteht nach der dritten Impfung, hält allerdings nur 12 bis 18 Monate. Für einen Langzeitschutz von fünf Jahren muss man daher nach einem Jahr noch einmal impfen.

Mögliche Nebenwirkungen

Möglich sind leichte Reaktionen an der Injektionsstelle und Allgemeinreaktionen wie Abgeschlagenheit, Magen-Darm-Beschwerden oder Temperaturerhöhungen. Selten kommt es zu Nervenentzündungen.

Quelle: netdoktor.de

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